16.05.2019

Erster Erzieher-Azubi für neues Bundesprogramm lernt in der AWO-Kita „Spatzennest“

Strausberg. Der allererste Azubi hat seinen Platz in der AWO-Kita „Spatzennest“: Felix Sachse will Erzieher werden und hat nun gleich doppelt die besten Voraussetzungen dafür, in Strausberg gut ausgebildet zu werden.

 


Der junge Mann ist gerade als erster Auszubildender deutschlandweit für ein neues Förderprogramm des Bundes ins Rampenlicht gerückt. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey übergab in der AWO-Kita „Spatzennest“ in Strausberg persönlich den ersten symbolischen Förderbescheid für das neue Programm. Der Titel: „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“

 

Zusätzlich zum Gute-KiTa-Gesetz sollen über das Programm die Länder unterstützt werden, mehr Nachwuchskräfte für die frühkindliche zu gewinnen und bereits ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher im Beruf zu halten. In allen Bundesländern ist das Interesse am Bundesprogramm immens, heißt es aus dem Bundesfamilienministerium.

 

„Die Resonanz ist überwältigend“, machte Dr. Franziska Giffey bei ihrem Besuch in Strausberg deutlich. „Und entgegen aller Klagen zum Fachkräftemangel – es gibt sehr wohl Menschen in Deutschland, die Erzieherin oder Erzieher werden wollen - nur die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“

 

Jens Krüger, Abteilungsleiter für Kindertagesstätten des AWO Bezirksverbandes Brandenburg Ost e. V., überzeugte das neu ausgerufene Bundesprogramm auf Anhieb. Es beinhaltet unter anderem während der dreijährigen Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher einen monatlichen Zuschuss. Außerdem werden Weiterqualifizierung zu professionellen Anleitungskräften durch den Bund finanziell vergütet sowie Perspektiven mit einem Aufstiegsbonus für Profis unterstützt. „Die Tatsache, dass mit diesem Programm, die Möglichkeit geschaffen wurde, Auszubildende zu begleiten, ohne dass diese zum Schlüssel des notwendigen pädagogischen Personals zählen, ist qualitativ für den Berufsstand der Erzieherinnen und Erzieher ein nicht unwesentlicher Meilenstein“, bekräftigt Jens Krüger den wichtigen Impuls des neuen Fördervorhabens.

 

Mit dem Bundesprogramm verfolgt das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Ziel, die Attraktivität der Erzieher-Ausbildung zu steigern, vorhandenes Personal in seinen Kompetenzen zu stärken und Qualifizierungsperspektiven zu eröffnen, um den Beruf von Erzieherinnen und Erziehern insgesamt in seiner Bedeutung und Wahrnehmung in der Öffentlichkeit aufzuwerten.