08.07.2016

Max lernt die Hundetherapie des Erlebnishofes in Beeskow kennen

Vor kurzem lernte Max die Hundetherapie des Erlebnishofes in Beeskow kennen.

 

 

Auszüge aus dem Erfahrungsbericht seiner Betreuerin:

"Max ist ein 9-jähriger Junge mit Down-Syndrom. Gemeinsam mit seiner Klasse verbrachte er in meiner Begleitung 3 Tage auf dem schönen Erlebnishof der AWO in Beeskow.

Zu Max Eigenheiten gehört es, nur dann Kontakte zu knüpfen, wenn er sich wohl fühlt und ihm die Menschen/Tiere sympathisch sind. Umso überraschter war ich von unserem Erlebnis in ihrer Einrichtung.

Wir hatten die Gelegenheit, zwei Therapiehunde in einer mehrstündigen Veranstaltung kennen zu lernen. Geduldig nahmen die Tiere hin, dass aufgeregte Kinder um sie herum waren, die alle "mal streicheln" wollten. Frau Schönberg als Therapiehundeführerin erklärte den Kindern den tiergerechten Umgang mit diesen Hunden. Jeder durfte nun in die Nähe der Tiere und ausgewählte vorher einstudierte Kommandos ausprobieren. Führten die Kinder die Kommandos korrekt aus, folgte der Hund. Wenn nicht, dann verweigerte das Tier.

Nun war Max an der Reihe. Sehr aufmerksam hatte er bis dahin den Ausführungen Frau Schönbergs gefolgt. Er war sehr ängstlich, als er aufgefordert wurde, den Hundeplatz ohne meine Begleitung zu betreten. Widerstrebend und zögerlich ging er dann doch. Mit einem sehr feinen Gespür reagierten die Hunde auf Max. Sie zeigten sich offen, aber geduldig. In kürzester Zeit legte Max seine Angst ab und hatte viel Freude am Umgang mit den Hunden. In keinem Moment reagierten die Tiere aggressiv und unvorsichtig. Im Gegenteil: egal was Max (auch nur ansatzweise oder sogar missverständlich) den Tieren zeigte, sie folgten. Mein Eindruck war, dass auch die Tiere sehr gern mit Max arbeiteten. Denn auch ohne die übliche Belohnung durch Leckerlis waren sie bereit, Max` Kommandos zu folgen.

Auf Max hatte diese Veranstaltung eine erstaunliche Wirkung: Er war gelöst und entspannt, sobald er mit den Hunden in Berührung kam. Nichts konnte seine Konzentration unterbrechen. Er war ganz und gar bei der Sache. Im "normalen" Alltag muss der Unterricht sehr abwechslungsreich gestaltet sein, um Max` Interesse aufrecht zu erhalten. Das war hier anders. So wie es war, hätte es gern noch länger dauern können.

Meine Einschätzung ist die, dass ein längerer und regelmäßiger Kontakt mit Therapiehunden das Gesamtbefinden von Max, seine motorischen und geistigen Fähigkeiten und sein Konzentrationsvermögen positiv beeinflussen könnten. Mein Wunsch wäre es, in unserer Nähe die Möglichkeit zu haben, Therapiestunden mit Hunden wahrnehmen zu können.

Ich danke Ihnen für die wertvolle Erfahrung und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute! Ihre Kathleen Majewski (Einzelfallhelferin)"

 

Wir danken Frau Majewski sehr für Ihren tollen Erfahrungsbericht und wünschen Max alles Gute.